Vorbeugung steht bei Zahnärzten an erster Stelle

766x415_4_Ways_to_Prevent_and_Treat_Pregnancy_GingivitisAuch wenn ein Zahnarzt in der Regel nur dann Geld verdient, wenn er einen Patienten auch behandeln kann, liegt ihm die Vorbeugung doch sehr am Herzen. Und so versuchen Zahnärzte sowohl bereits im Wartezimmer als auch im Gespräch mit dem Patienten das Thema Vorbeugung ganz oben anzustellen.

Die wichtigste Vorbeugung ist natürlich immer noch regelmäßiges Zähneputzen. Es wird nach wie vor angeraten, mindestens zwei Mal am Tag sich die Zähne zu putzen, besser noch nach jeder Mahlzeit. Für die Verwendung von Zahnseide gibt es übrigens keine Studien, die einen Vorteil beweisen. Vielmehr kann es durch Verletzungen des Zahnfleischs durch die Seide sogar zu Entzündungen des Zahnfleischs kommen, die auch auf den Zahn übergreifen können.

Was Zahnärzte zunehmend empfehlen, sind kleine Bürsten, die man statt dessen für die Reinigung der Zahnzwischenräume verwendet. Sie kommen eigentlich aus der Reinigungspraxis von Zahnspangen und -klammerträgern, es hat sich aber gezeigt, dass sie auch für normale Patienten von Vorteil sein können.

Schaut man sich Statistiken in Deutschland an, so haben die Kariesfälle dank der breiten und jahrzehntelangen Präventionsmaßnahmen immer weiter abgenommen. Allerdings stiegen die Zahlen für Parodontose an, und zwar vor allem bei älteren Menschen. Ein Grund dafür ist, das dank der guten Zahnarztversorgung Zähne heute länger im Mund verbleiben und dadurch das Parodontose-Risiko natürlich steigt. Oft kann es aber auch der Fall sein, dass ältere Menschen zwar noch alleine leben, es aber mit der Körper und damit auch mit der Zahnpflege nicht mehr so genau nehmen oder nehmen können. Hier gilt es das Bewusstsein bei Angehörigen und Pflegepersonal zu schärfen.

Ein großes Problem stellen heute Kinder aus sozial schwachen Familien dar. Hier beträgt der Anteil der Karieserkrankungen bis zu 60 Prozent. Oftmals liegt hier die Verantwortung bei den Eltern, die zum einen die Zahnpflege besser überwachen müssen, zum anderen auch ein besonderes Augenmerk auf die Ernährung legen müssen. Was Kostenübernahmen angeht, ist auch der Gesetzgeber gefragt in diesem Bereich noch mehr als bislang tätig zu werden.

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